Japanische Schreine, Geister und Götter – Ein kleiner Einblick

Durch ein Communityaktion habe ich mich verpflichtet, mal ein wenig die Japanische Kultur unter´s Auge zu nehmen. Meine Schwerpunkte liegen in diesem Beitrag auf die Schreine, Geister und Götterwelt.

Die Schreine

Der Glaube der Japaner ist etwas ganz besonderes und umfangreiches, deswegen gestalte ich es einfacher und habe euch die interessanten Themen herausgesucht.

Die bekannteste Attraktion in Japan sind wohl die Schreine und die dort stattfindenen Feste. Diese Feste werden “Matsuri” genannt und stehen für bestimmte Segen. So feiern sie, dass die Sonne scheint, es regnet oder für andere Naturereignisse, aber auch dass sie Glück bekommen. Da es aber verschiedene Wünsche und Segen gibt, feiert man in jedem Ort Japans andere Feste. Einige Bekannte Schreinfeste sind zum Beispiel das Neujahrsfest, oder das im Frühling für die blühenden Kirschblüten. Sie sind einfach da, um Traditionen zu feiern.

Um die ganze Liste der Feste zu sehen, verweise ich zu dieser Tabelle.

Früher waren die Feste auch noch dazu da, die Gottheiten zu besänftigen oder um Gesundheit, gute Ernte oder anderen Segen zu bitte. Im Grunde das Gleiche wie heute, nur dass die Segen vielleicht etwas anders geworden sind.

Die Feste werden mit Sake (japanischer Reiswein), Gemüse und Fisch gefeiert, und das dann zusammen mit anderen Leuten. Meistens sind die Feste mit religiösen Hintergünden geprägt, aber das “Sapporo”, das Schneefest ist ein Vergnügungsfest in Japan. (Findet am 5. bis 11. Februar statt).

Das bekannte Neujahrsfest heißt “Shogatsu” und wird mit Sake, Tempelbesuchen und traditionellen Tänzen gefeiert. Manchmal tragen die Feiernden Sänften zu den Schreinen. Diese sind wirklich schön anzusehen, dekoriert und rießig groß!

Gottheiten und ihr Bezug zu den Schreinen

In Japan gibt es sehr viele Schreine, die für die Götter errichtet wurden. Ihr Glaube ist ein Polytheismus und beruht auf Shintu und Buddismus (Poly heißt viel, das heißt, ihr Glaube ist einer mit vielen Göttern). Auf Japanisch heißen die Götter “Kami”, was soviel wie eben Gott, Gottheit oder auch Reinheit bedeuten kann.

Früher sah man den Kaiser als einen Nachkomme von Amaterasu, der Sonnengöttin.

Manche Gottheiten sind einem schon bekannt durch einem Manga oder Anime, in dem sie eine Rolle spielten oder anderes, dazu findet man in diesem Beitrag weiter unten ein paar Hinweise.

Tsuki-yumi herrscht über Zeit und den Mond, dieser Gottesname gefällt mir persönlich wirklich gut.

Izanagi und Izanami war ein  Geschwisterpaar dass verheiratet war, und diese brachten die anderen Götter hervor.

Ganz bekannt sind die sieben Glücksgötter, die ich hier kurz zusammengefasst habe:

Benten: Göttin des Glücks und der Liebe

Bishamonten/Bishamon: Krieger und Schutzpatron der Götter

Daikoku: Gott des Reichtums und Wohlstandes

Ebisu: Sein Sohn, Gott der Fischer

Fukurokuju: Weisheit, Glücks und langen Lebens

Hotei: ebenfalls Wohlstand, Lachens

Jurojin: Langlebigkeit und Glück bis ins Alter

Es gibt noch viele weitere Götter in ihrem Glauben, da wären zum Beispiel die drei Sumiyoshi-Götter, sie sind die Götter des Meeres.

Aber soviel zu den Gottheiten, auch Geister sind ein Teil des japanischen Glaubens.

Die Japanische Geisterwelt

Geister werden “Yorei” genannt und sind in verschiedene “Kategorien” einzuteilen.

Es gibt die “guten” Geister und die Rachsüchtigen Geister, genannt Onryo. Sie suchen Rache für ihr Unglück, welches sie zu Lebzeiten erfahren haben.

Yokei sind eine Art Monster, die es in verschiedenen Formen gibt.

Davon gibt es die Kitsune, eine Frau in Fuchsgestalt. Kitsune werden ausschließlich Frauen und haben ziemlich viele Fuchsschwänze.

Tengu ist ein Rabenmann, mit Krallenfüßen und schwarzen Rabenschwingen.

Der Dämon Oni ist oftmals ein kleiner, hässlicher Mann, oder auch die Schneefrau Yuki-Onna ist eigentlich vielen bekannt. Zu ihrer Geschichte, die man sich auch anhören kann statt zu lesen, kann man hier lauschen.

Ich empfehle es sehr, es ist wirklich niedlich gesprochen und ist eine sehr traurige Geschichte um die Schneefrau.

Es gibt auch beispielsweise eine Hexe Yamauba, die Wanderer frisst…

Begegnungen mit Yokai sind gefährlich, da diese übernatürlcihe Kräfte besitzen. Aber es gibt auch Geschichten, die sich um Halb-Yokai ranken.

Ein ziemlich gutes Video zur Einführung und Erklärung zur japanischen Geisterwelt gibt es hier, auch wenn es vielleicht ein wenig gruseliger wirkt.

Japanische Religion in Manga und Anime

Der wahrscheinlich interessanteste Teil des Reports, denke ich 😀

Schreinfeste sind öfters mal in Shojomangas eine Szenerie. In “My Little Monster”, im Manga und Anime, besuchen die Hauptcharaktere ein Neujahrsfest und feiern mit den anderen, hängen Wünsche an einen Ast und essen.

In “Kokoro Button” (Manga) feiern die Protagonisten öfters im Verlauf der Geschichte gemeinsam, so auch einmal das Neujahrsfest.

“Inuyasha” ist wohl das bekannteste Beispiel für Yokai und böse Geister. Kagome, das Mädchen, dass in einen Brunnen fällt und im Mittelalterlichen Japan mit einem Yokai namens Inuyasha einige Abenteuer erlebt.  Der Manga und Anime sind schon sehr alt und wurden sogar im Fernsehen ausgestrahlt! Soweit ich weiß, laufen die Folgen nicht mehr, zum Bedauern.

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Ein weiterer Manga und auch Anime ist “Pakt der Yokai”, in dem sich so einige Yokai tummeln und Hilfe von einem Jungen wollen, der diese Yokai sehen und befreien kann.

Ziemlich neu ist auch “Noragami”, eine noch Laufende Mangareihe und Anime, in dem ein Mädchen in die Geisterwelt eintaucht und so einigen Göttern begegnet. Dort ist Bishamon eine Frau mit ziemlich viel Kraft, und der Gelehrtengott ein ziemlich interessanter, aber perverser Mann. Geister und Götterkunde ist darin eigentlich ziemlich einfach zu lernen.

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Ein weiterer bekannter Manga und Anime, der auch jetzt eine zweite Staffel bekommt, ist Kamisama Kiss! So wird ein einfaches Mädchen zur Schreingöttin, umgeben von Yokai….

Es gibt viel zu viele Beispiele die ich zu Animes und Mangas nennen könnte, aber daraus geht hervor, dass Religion auch einen Stellenwert in Japan hat. Viel Kenntniss über Japan habe ich übrigends durch Manga und Anime bekommen! Es lohnt sich, einmal in einer der genannten Beispiele hineinzugucken.

Ich hoffe euch ein wenig die Kultur Japans näher gebracht zu haben! Ich könnte noch so viel erzählen, wie zum Beispiel das Essen auf den Festen, die Kimonos oder paar Sagen erzählen, aber das Ganze kann ich auch mal in einem anderen Umfang machen. Hoffe es war lehrreich und interessant! Gerne hätte ich mehr Bilder zur Verfügung, aber leider bin ich noch nicht auf einem Fest gewesen und hätte so keine Fotos zum veranschaulichen ^^

Aber wenn man nach Fotos sucht, findet man viele Interessante Bilder.

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Autor: tsukinopapermoon

Bloggerin, Otaku

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